Joplin – Tipps und Hinweise zur Evernote-Alternative

Joplin ist einfach gesagt eine kostenlose Notiz-App, ähnlich dem bekannten kommerziellen Evernote

Was mir an Joplin besonders gefällt:

  • Die Notizen werden auf frei wählbaren (eigenen) Servern gespeichert und nicht auf fremden (ausländischen) Servern. In Sachen Datenschutz und DSGVO ein großer Vorteil.
  • Für ziemlich alle Systeme existieren Clients: Windows, Mac, Linux, Android, iOS

Was ich vermisse:

  • Notizen können nicht online betrachtet werden, es ist ein Client notwendig
  • Notizen können nicht mit anderen Joplin-Nutzern getauscht oder freigegeben werden. Für Gruppen also ungeeignet, lediglich für Einzelpersonen. Leider beherrscht der Client auch nicht das Öffnen verschiedener Ablagen, z.B. eine private und eine Gruppen-Notizmöglichkeit.

Suchfunktion in Joplin

Für IT-Leute ist die Suchfunktion in Joplin logisch, alle anderen haben damit wahrscheinlich ihre Schwierigkeiten: Bei Joplin muss man viel mit Wildcards suchen. So habe ich z.B. nach einer Notiz mit dem Suchbegriff ‚Domain‘ gesucht, aber kein Ergebnis erhalten. Grund war die Mehrzahl, die Notiz hieß ‚Domains‘. Um alle solche Ergebnisse zu erhalten, wird mit der Wildcard ‚*‘ nach weiteren beliebigen Zeichen gesucht. In dem Fall hat mich also die Suche nach ‚Domain*‘ weiter geholfen.

Sinnvoll wäre es meiner Ansicht nach, die Suche ähnlich wie bei Google zu gestalten, denn das sind die Nutzer gewohnt. Eine Suche nach ‚Domain‘ sollte also auch ‚Domains‘ auflisten, sucht man genau nach einem Begriff, so könnte man ihn wie bei Google in Anführungszeichen setzen, also „Domain“.

Joplin in Nextcloud integrieren

Joplin bietet als Speicherort auch die Möglichkeit ‚Nextcloud‘ an. Als Nutzer beider Programme finde ich das natürlich klasse. Nur leider erschließt sich der Sinn dahinter mir noch nicht. Es ist leider nicht so, dass online innerhalb der Nextcloud-Oberfläche auf die Joplin-Einträge zugegriffen werden kann, wie es z.B. bei Evernote der Fall ist. Zum Betrachten ist immer noch ein extra Joplin-Client notwendig. Die Integration in eine Nextcloud beschränkt sich lediglich darin, die einzelnen Dateien der Joplin-Notizen innerhalb der Nextcloud zu speichern.

Nachteil daran ist, das innerhalb der Nextcloud-Oberfläche bei Dateien, oben als zuletzt bearbeitet eben diese Joplin-Dateien stehen. Bei mir gerade z.B. eine Datei ’18d461a3599749caa9dac232cb26a27d.md‘, da ich diese bearbeitet habe. Finde ich leider sinnlos und überflüssig.

Eine Möglichkeit, dies zu umgehen, wäre einen eigenen Nextcloud-Benutzer anzulegen, der lediglich der Synchronisation der Joplin-Dateien dient.

Alternative Obsidian zu Joplin

Wegen all den Nachteilen bin ich letztendlich von Joplin zu Obsidian gewechselt. Die Umstellung war ziemlich leicht, da Obsidian die Joplin-Daten einfach importieren kann.

Obsidian legt z.B. in der Nextcloud die Notizen unter dem richtigen Dateinamen an: Aus der Notiz ‚Rezept Weihnachtsgans‘ wird ein rezept-weihnachtsgans.md. So können die Obsidian-Notizen auch in der Nextcloud-Suche gefunden sowie online angesehen und bearbeitet werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert