elementary OS 6 News

Von elementay OS ist die neue Version 6 auf dem Weg. Nach Version 5 mit dem Namen ‘Hera’ folgt nun die kommende Version des Betriebssystems Odin.

Vorschau auf elementary OS 6

Wann erscheint elementary OS 6?

Die sympathische Antwort der Entwickler: Es ist fertig wenn es fertig ist. Anstatt im Vorfeld ein Veröffentlichungsdatum festzulegen, was man dann wahrscheinlich mit Müh und Not erreicht, um dann schnell Bugfixes hinterher zu schießen, wird es erst veröffentlicht wenn es stabil ist.

Da es bisher meistens grob ein halbes Jahr nach Veröffentlichung der zugrunde liegenden Ubuntu LTS-Version die neue Version von elementary OS gab, rechne ich grob zum Ende 2020 damit.

Kann man von elementary OS 5 nach 6 upgraden?

Wie es momentan aussieht: Leider nein. Für mich etwas unverständlich, da alle zwei Jahre den PC komplett neu aufzusetzen ist heutzutage wirklich ärgerlich. Und die Grundlage Ubuntu ist ja auch problemlos zu aktualisieren.

Will man also für sich oder Bekannte einen PC neu aufsetzen, halte ich den jetzigen Zeitpunkt für etwas unglücklich. Ich würde keinesfalls viel arbeit in die Individualisierung oder Anpassung des Systems stecken, sondern es einfach so nutzen wie es ist. Größere Anpassungen rentieren sich erst wieder in Versoin 6, jetzt noch in die auslaufende Version 5 da Zeit zu investieren ist in meinen Augen verschwendet.

elementary OS 6 Neuheiten und Unterschiede

  • Gleich zu Beginn sorgt ein neuer Installer für erste Bekanntschaft. Es handelt sich dabei um den schon verwendeten Installer von Pop OS.
  • Ein neuer Systemfont wird als Standard verwendet. Es handelt sich um den in meinen Augen sehr schönen Font Inter, der speziell für die Darstellung auf Monitoren designt wurde.
  • Das Theme an sich wird etwas modernisiert. Es sieht noch etwas ‘professioneller’ aus mit leicht veränderten Farben, größeren Abständen, Rundungen usw. Aber alles sehr behutsam und nichts was einem auf den ersten Blick auffällt. Kleine Evolution statt Revolution.
    Das Aussehen von elementary OS entwickelt dabei immer mehr eine eigene Designsprache. Die Vorwürfe, mac OS zu kopieren, werden dadurch immer bedeutungsloser.
  • Ein Dark Theme wird wie mittlerweile üblich integriert. Da die Entwickler jedoch viel Wert auf Aussehen und Bedienbarkeit legen, sind es nicht einfach dunklere Farben. Stattdessen machen sie sich viele Gedanken und setzen den Darkmode sehr spezifisch um (mehr dazu im Blog).
  • Multi-Touch Möglichkeiten, wie bei Mac OS Standard, werden nun auch in Elementary OS möglich. Durch die Verwendung der libhandy library wird Multitouch per Touchpad oder Tochscreen unterstützt.
  • Speziell für elementary OS geschriebene bzw. angepasste Programme nutzen natürlich das eigene Theme. Andere Programme nutzen jedoch Adwaita, das Standard-Theme von Gnome. Es gibt also einen Unterschied zwischen speziell angepassten Programmen und den Rest. Leider etwas unheitlich, aber lässt sich in meinen Augen nicht verhindern.
  • Während Ubuntu vom deb-Format zum eigenen Snap-Format immer mehr wechselt, gehen die Entwickler mit elementary OS 6 einen ähnlichen Weg mit flatpak. Beides Entscheidungen, die ich nicht nachvollziehen kann, da sie das System beim Nutzer unnötig ausbremsen. Wenn schon vor die Wahl gestellt, favorisiere ich aber eindeutig das flatpak-Format. Dies ist im Gegensatz zum Snap-Format (über das Chanonical bestimmt) ein freies Format.
  • Das eigene Mail-Programm wird umgebaut. Es basiert bis jetzt auf dem Programm ‘Geary’, was nicht wirklich leistungsfähig ist. Darum installiere ich auf sämtlichen Rechnern stattdessen immer Thunderbird. Nicht hübsch, aber funktioniert. Statt Geary bildet nun Evolution die neue Grundlage des eigenen Mail-Programmes. Dies läuft intern unter dem Namen Mail 2.0, ist aber wahrscheinlich noch nicht mit dem Erscheinen von elementary OS 6 verfügbar.

Fazit

Während bis voriges Jahr ich elementary OS als gut, aber nicht immer sinnvoll ansah, musste ich für einige Sachen immer wieder stattdessen doch Ubuntu booten. Doch in den letzten Monaten hat sich dies sehr verbessert und elementary OS reicht in meinen Augen es als vollwertiges Betriebssystem fast ohne Abstriche.

Die neue Version geht weiter diesen Weg, und ich finde es erstaunlich was das sehr kleine Entwickler-Team da auf die Beine stellt.

Wer selbst Einblick über den Fortschritt der Entwicklung machen möchte, kann dies auf dem öffentlichen GitHub-Repro tun.

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